Captitain Future

SYNOPSIS

Wir leben in Zeiten, in denen die Verhältnisse immer prekärer werden, die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird und Fragen von Integration, Nationalität, Herkunft und Heimat häufig kontrovers diskutiert werden. Gerade darum sind wir alle aufgefordert, uns an demokratischen Prozessen aktiv zu beteiligen und (uns) neue Perspektiven durch Dialogbereitschaft und Debatten zu erarbeiten.

Kunst spielt in unserer Gesellschaft seit jeher eine wichtige Rolle bei der Vermittlung neuer Vorstellungen, Werte und Prinzipien und birgt das Potential, außerhalb starrer politischer Systeme frei und unabhängig Fragen zu formulieren und Antworten zu finden. Eine Gruppe von zehn Menschen, bestehend aus dem Querschnitt des 17. Wiener Gemeindebezirks, stellen sich die Frage einer Zukunft für Wien als auch für Europa. Gemeinsam erarbeiten sie das “Monument der Zukunft”. Es soll für eine gemeinschaft- lich neu geschaffene Identität stehen, welche Vielfalt nicht ausgeklammert, sondern vielmehr dem Einzelnen in der Gemeinschaft eine gleichwertige Stimme verleiht.

Das Monument wird am Ende des Projekts im öffentlichen Raum aufgebaut bzw. ausgestellt.

IDEE

Voraussetzung für die Entfaltung des Menschen in der Stadt ist die Schaffung einer Umgebung, die schöpferisches Denken und Handeln anregt, Begegnungen fördert und es der Bürgerin bzw.Captain_Future dem Bürger ermöglicht, sich mit ihrer bzw. seiner Stadt zu identifi- zieren. Dies erfordert, dass nicht nur Funktionsgerechtigkeit, sondern auch künstleri- sche Intention als Element in die Stadtgestaltung einfließt. Ausgangspunkt ist der 17. Gemeindebezirk in Wien. Es soll ein Arbeitsgruppe zusammengestellt werden, die dem Bezirk und seine Anwohner ein gutes Abbild geben. Um diese heterogene Gruppe zusammenzustellen, werden Aushänge an verschiedenen öffentlichen Stellen wie Bezirksämtern, Büchereien, Jugendzentren, Caf s, Kneipen, Schulen etc. angebracht. Die Gruppe sollte verschiedene Altersgruppen zwischen 18 und 65 Jahren, Österrei- cherInnen und MigrantInnen sowie prekär und bürgerlich lebende AnrainerInnen repräsentieren. Gemeinsam wird sich die Gruppe anhand von Workshops, Material- sammlungen und Interviews kennenlernen und an dem Projekt eines Monumentes der Zukunft arbeiten. Voraussetzungen sind, dass die TeilnehmerInnen ehrenamtlich arbeiten möchten und während der Projektdauer über die notwendige Zeit verfügen. In den ersten drei Phasen des Projektes wird die Arbeitsgruppe durch das Kompetenz- team in unterschiedlichen Bereichen, welche für die Arbeit notwendig sind, durch Workshops eingeführt. Dazu zählen z.B. “Geschichte des Quartiers”, “Stadtentwicklung Wien”, “Zukunft und Utopie in der Kunst”, “Kunst am Bau” (Geschichte und Gegenwart in Wien) etc. Es gilt ein gemeinsames Basiswissen zu erarbeiten, welches den Beteilig- ten eine Grundstruktur für weiterführendes und eigenständiges Arbeiten ermöglicht. Die Herausforderung der Arbeitsgruppe besteht darin, sich aufeinander einzulassen und eine gemeinsame Diskussion zu führen. Es gilt, die eigenen Stärken und Schwächen herauszuarbeiten und konstruktiv zu nutzen. Dass dadurch gewonnene Vertrauen in die Gruppe ist Grundvoraussetzung, um den Ideen freien Lauf zu lassen, kritikfähig zu bleiben und nicht zuletzt für die Identifikation mit dem Projekt “Monument der Zukunft”.

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